Brot – es lebe die Vielfalt

Prof. Dr. med. Volkmar Nüssler

Geschäftsführender Koordinator TZM

Brot – es lebe die Vielfalt

Nicht etwa nur Weißbrot, Vollkornbrot, Grahambrot … stolze 3250 Brotsorten zählt das Deutsche Brotregister! Kein anderes Lebensmittel in Deutschland glänzt mit einer so großen Vielfalt wie Brot, und in keinem anderen Land gibt es eine solche Vielzahl an Variationen. Das Grundnahrungsmittel ist eng mit christlichen Traditionen verbunden und außerdem, wie der Name schon sagt, wesentlicher Bestandteil der Brotzeit sowie des Abendbrots. Insbesondere wir Bayern scheinen die Brotzeit-Kultur zu pflegen. Immerhin ein Drittel der deutschen Brotsorten kommt allein aus Bayern. [1]

Dank dieser Sortenvielfalt werden pro Jahr durchschnittlich fast 59 kg Brot und Backwaren in jedem deutschen Haushalt verzehrt. So schaffte es die „Deutsche Brotkultur“ 2014 immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO zu werden – ähnlich wie die koreanische „Zubereitung von Kimchi“ oder die „arabische Kaffeekultur“ übrigens [2].

Das war für Prof. Volkmar Nüssler Grund genug, eine Bäckerei aufzusuchen, die sich dem Brotbackhandwerk verpflichtet sieht. Die Auswahl ist natürlich stellvertretend für viele andere engagierte Bäckereien und basierte auf einem Tipp seines Freundes Jörgl Rattenhuber, der schon seit Jahren auf die Brotbackkunst der Bäckerei Pfatischer in Unterdießen schwört!
Tja, wenn man es so genau wissen will, dann hilft es nichts: Um 2:00 Uhr nachts heißt es da: Raus aus den Federn und los geht’s! In der warmen Backstube angekommen, wird man dafür von einem wunderbaren Duft nach Brotteig und einem gut aufgelegten Team empfangen! Doch Vorsicht: Dieser Beruf ist nichts für Morgenmuffel! Ca. 6:00 Uhr in der Früh ist es dann endlich soweit, wir halten ein fast selbstgebackenes Brot in den Händen, ein unvergessliches Gefühl, was mir sehr viel Respekt vor diesem Handwerk eingeflößt. Ab jetzt werde ich bestimmt nicht mehr Brot als irgendein Allerweltslebensmittel betrachten. Brot ist nämlich nicht gleich Brot!! Und jetzt schauen wir noch einmal genauer hin:

Inhaltsstoffe von Brot

Es ist zwar Immaterielles Weltkulturerbe, aber trotzdem hat Brot in der modernen Gesellschaft keinen guten Ruf. Die enthaltenen Kohlenhydrate sowie das Gluten gelten bei vielen Menschen als ungesund. Ich kenne eine ganze Menge Leute, die versuchen, auf mindestens einen der beiden Inhaltsstoffe zu verzichten.

Auch von Krebspatienten kommt in der Beratung häufig die Frage nach Kohlenhydraten bzw. Zucker (s.a. unseren Blogbeitrag: „Den Krebs aushungern, ist das möglich?“). Die wenigsten scheinen zu wissen, dass Brot, insbesondere Vollkornbrot, auch Ballaststoffe, Mineralien wie Magnesium und Eisen, B-Vitamine und sogar Eiweiß liefert [3]. Dieses Grundnahrungsmittel trägt also maßgeblich zur Versorgung mit wertvollen Nährstoffen bei, die vor allem während einer Tumortherapie besonders wichtig sind.

Lesen Sie weiter…

Kommentieren ist momentan nicht möglich.

Zum Nachlesen